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Risikofaktoren und Ursachen von Prostatakrebs

Wie entsteht Prostatakrebs? Sind Hormone der Hauptrisikofaktor? Welchen Einfluss hat familiäre Veranlagung, Ernährung und das Alter auf die Krebsentstehung?

 

Inhalt

 

Wie entsteht Prostatakrebs?

Über die Ursachen für Prostatakrebs weiß man derzeit im Vergleich zu anderen Krebsarten relativ wenig. Die derzeit bekannten Ursachen hingegen sind kaum zu beeinflussen. Fakt ist, dass das männliche Hormon Testosteron eine entscheidende Rolle spielt und das Risiko, an Prostatakrebs (Tumor in der Prostata) zu erkranken, mit dem Älterwerden steigt.

 

 

Sind Hormone der Hauptrisikofaktor?

Bei der Entstehung der Krankheit spielen Hormone eine entscheidende Rolle; Ihre exakte Funktion ist jedoch nicht vollständig geklärt. Inzwischen ist aber bekannt, dass Prostatakrebs nicht ohne das vorwiegend in den Hoden produzierte, männliche Geschlechtshormon Testosteron entstehen kann. Die Prostata benötigt Testosteron für ihre Funktion. Jedoch wird durch Testosteron auch das Wachstum von Krebszellen in der Prostata gefördert. Bei Männern mit einer Behandlung mit Testosteron aufgrund einer Hodenunterfunktion (Hypogonadismus) ist das Krebsrisiko jedoch nicht erhöht.

 

Familiäre Veranlagung (Disposition)

Gründe: Bei Männern, in deren naher Verwandtschaft Prostatakrebs vorgekommen ist, ist ein erhöhtes Risiko vorhanden, selbst zu erkranken. Das Risiko ist doppelt so hoch, wenn der Vater betroffen ist. Ist der Bruder von Prostatakrebs betroffen, steigt das Risiko auf das Dreifache im Vergleich zur restlichen männlichen Bevölkerung. Das Risiko für männliche Angehörige, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt umso mehr, je mehr Familienangehörige betroffen sind und je niedriger deren Alter zum Zeitpunkt der Diagnose war.

Wichtig:
Für Männer, bei denen in der nahen Verwandtschaft ein Prostatakarzinom aufgetreten ist, gilt, dass sie ab 40 Jahren zur Früherkennungsuntersuchungen gehen sollten.

 

Ernährung

Einzelne Faktoren der Ernährung, die der Vorbeugung von Prostatatumoren dienlich wären, konnten bislang von Forschern nicht identifiziert werden. Momentan ist daraus Folgendes abzuleiten: Bislang existiert keine Diät gegen Prostatakrebs. In aktuelleren Studien wird allerdings festgestellt, dass das Risiko der Erkrankung möglicherweise durch Übergewicht gesteigert wird – jedenfalls das Risiko einer fortgeschrittenen, schweren Erkrankung.

 

Alter

Bei jedem 8. Mann ist, auf die gesamte Lebenszeit gesehen, mit Prostatakrebs zu rechnen. Das Alter gilt bislang als größtes Risiko. Fast nie kommt es vor dem 50. Lebensjahr zu Prostatakrebs.

        

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Zuletzt geändert am: 09.11.2020
Lektor
Dr. med. Wolfgang Abenhardt

Internistischer Onkologe

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