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Mundtrockenheit bei Krebs lindern

Wieso ist mein Mund trocken? Was verursacht Mundtrockenheit? Was hilft gegen einen trockenen Mund tun? Mundtrockenheit kann beispielsweise im Zusammenhang mit einer Operation auftreten.

 

Inhalt

 

Wieso ist mein Mund trocken?

Fehlende Flüssigkeit: Ein Mangel an Flüssigkeit stellt eine zentrale Ursache dar. Mundtrockenheit kann beispielsweise im Zusammenhang mit einer Operation auftreten, wenn das Trinken bedingt durch die Narkose untersagt ist. Vornehmlich im höheren Alter trinken die Menschen oftmals aufgrund eines fehlenden Durstempfindens nicht genug. Auch führen Übelkeit oder Fieber im Zuge einer Krebserkrankung oder -therapie zu einem trockenen Mund. Kommt es zu einem Ausgleich des Flüssigkeitsmangels, erfolgt in der Regel eine Linderung der Symptome.

Was verursacht Mundtrockenheit?

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlchen Ursachen, die zu einem Flüssigkeitsmangel und somit einen trockenen Mund führen. Einige davon haben auch nichts mit Ihrer Krebserkrankung oder Therapie zu tun. Häufige Ursachen sind:

  • Fortgeschrittene Erkrankung: Des Weiteren leiden zahlreiche Personen, die eine fortgeschrittene Krebserkrankung aufweisen, unter einem dauerhaft trockenen Mund. Dies ist vor allem bei Schwierigkeiten beim Essen und Trinken der Fall, bei erschwerter Atmung oder wenn bei Betroffenen hoch dosierte Schmerzmittel erforderlich sind.
  • Speicheldrüsenoperation oder -bestrahlung: Bei einer beträchtlichen Anzahl an Personen, die eine Behandlung aufgrund eines Kopf-Hals-Tumors erhielten, besteht die Mundtrockenheit über einen längeren Zeitraum oder auch dauerhaft. Darunter fallen insbesondere Zungen-, Mund-, Rachen- oder Kehlkopfkrebs. Es kann zu Schäden der Speicheldrüsen infolge einer Operation oder Bestrahlung kommen.
  • Medikamente: Eine unmittelbare Nebenwirkung kann bei manchen Krebsmedikamenten oder sonstigen Arzneimitteln aufgrund ihrer die Speichelproduktion verlangsamenden Wirkung ein temporär trockener Mund sein. Dabei nehmen die Beschwerden ebenfalls spätestens bei Absetzen der Medikamente wieder ab.
  • Krebsunabhängige Ursachen: Bei Krebspatienten ist letztlich auch das Auftreten von Begleiterkrankungen möglich, aus denen Mundtrockenheit folgt, die nicht in Zusammenhang mit der Tumorerkrankung steht.

 

Was verursacht Mundtrockenheit?

 

Was kann man gegen einen trockenen Mund tun? Tipps und Hilfestellungen

Tipps und weitere Hilfestellungen, wie Sie durch eine auf Ihre Nebenwirkungen angepasste Ernährung bei Krebs, Mundtrockenheit lindern oder vermeiden können:

  • Nehmen Sie über den Tag verteilt mehrere kleinere Mahlzeiten (5-6) zu sich.
  • Kleine Bissen nehmen, gründlich kauen und dazu immer kleine Schlucke trinken.
  • Trinken hilft gegen Mundtrockenheit: trinken Sie viel und am besten häufig in kleinen Mengen. Ideal sind Wasser oder Tee.
  • Essen Sie Speisen mit viel Flüssigkeit
  • Bei Mundtrockenheit können Sie Kaugummi kauen oder zuckerfreie Bonbons lutschen um den Speichelfluss anzuregen. Eine ähnliche Wirkung haben säurehaltige Lebensmittel
  • Meiden Sie sehr salzige Speisen, da diese die Mundschleimhaut zusätzlich austrocknen können
  • Verzichten Sie auf den Verzehr von trockenen, bröseligen und krümeligen Lebensmitteln
  • Frischmilchprodukte können zu Schleimbildung führen – Sauermilchprodukte wie Butter-, Dickmilch oder Kefir eignen sich besser
  • Wenn Sie trotz dieser Maßnahmen Beschwerden mit Mundtrockenheit haben, können Sie sich von Ihrem Arzt „künstlichen Speichel“ verordnen lassen

    

   

Zuletzt geändert am: 13.10.2020
Autor
Sophie König
Sophie König

Diätassistentin – gastroenterologische Ernährungstherapie VDD e.V.; Ernährungsberaterin nach der Traditionellen chinesischen Medizin

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