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Übelkeit und Erbrechen bei Krebs

Welche Auslöser für Übelkeit und Erbrechen gibt es? Was können Sie selbst gegen Übelkeit und Erbrechen tun? Für die Linderung von Übelkeit und Erbrechen konnten in der Vergangenheit Fortschritte in der Medikation erzielt werden. 

 

Inhalt

 

Welche Auslöser für Übelkeit und Erbrechen gibt es?

Sowohl die Übelkeit als auch das Erbrechen sind Schutzmechanismen des Menschen. Auslöser für diese Schutzmechanismen können sein:

  • Vergiftungen
  • Gerüche
  • Stress und Ängste 
  • Medikamente
  • Krebstherapien (Chemotherapie, Strahlentherapie)
  • Visuelle Eindrücke
  • verdorbene Lebensmittel
  • Tumorerkrankung selbst (meist in fortgeschrittenen Stadium)

 

Fortschritte in der Medikation

Für die Bekämpfung bzw. Linderung der Übelkeit und des Erbrechens konnten in der Vergangenheit Fortschritte in der Medikation erzielt werden, wovon in der Krebsbehandlung besonders profitiert wird. Auch für Patienten, bei denen eine Vollnarkose erforderlich ist, helfen diese Antiemetika, um der entstehenden Übelkeit vorzubeugen.

 

 

Was können Sie selbst gegen Übelkeit und Erbrechen tun?

Tipps, wie Sie durch eine angepasste Ernährung bei Krebs Übelkeit und Erbrechen lindern können:

  • Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich.
  • Essen Sie mehrere kleine (etwa 6 bis 8), leichtverdauliche Mahlzeiten über den Tag verteilt.
  • Idealerweise dämpfen oder dünsten Sie die Lebensmittel.
  • Verzichten Sie auf intensive Gewürze.
  • Essen Sie bekömmliche Speisen, wie warmen Getreidebrei, Kartoffelbrei und gedünstetes Gemüse.
  • Vermeiden Sie starken Geruch von Essen, indem Sie regelmäßig lüften, und bevorzugen Sie gekühlte oder kalte Speisen, denn diese sind weniger geruchsintensiv.
  • Nachdem Sie erbrochen haben, sollten Sie ca. 1 Stunde nichts essen und trinken. Danach können Sie schluckweise Tee (z.B. Kamille oder Fenchel) und dazu leicht verdauliche Produkte, wie Salzgebäck, Grissini oder Zwieback, probieren.
  • Vermeiden Sie es, nach dem Erbrechen Speisen bzw. Lebensmittel zu verzehren, die Sie besonders gerne mögen, da Sie sonst evtl. eine Abneigung gegen diese entwickeln könnten.
  • Um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, sind stilles Mineralwasser, leicht gesüßte Tees, fettarme und gesalzene Fleisch- oder Gemüsebrühen gut geeignet.
  • Tees aus Kamille oder Ingwer und auch Ingwerbonbons oder -würfel können helfen, die Übelkeit zu lindern.
  • Vermeiden Sie es, sich direkt nach dem Essen flach hinzulegen. Besser ist eine erhöhte Position des Oberkörpers.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung v.a. um Bauch und Magen herum nicht zu eng sitzt.

     

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Zuletzt geändert am: 10.05.2021
Autor
Expertengremium Ernährung

Hauptautorin: Sarah Löhnchen - M.Sc. Ernährungswissenschaft

Beratungsstelle für Ernährung am Tumorzentrum München

 

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DKG/DKH (2017) Die blauen Ratgeber: Ernährung bei Krebs.. In: Deutsche Krebshilfe und deutsche Krebsgesellschaft. Krebsgesellschaft. https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Ernaehrung-bei-Krebs_BlaueRatgeber_Deutsche Krebshilfe.pdf [Stand 10/2017]; Letzter Abruf: 30.04.2021

Hauner, H., Martignoni, M. & et al. (2018) Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge, Ernährung in der Onkologie. In: W. Zuckerschwerdt Verlag. Vol. 1,

Heim, ME. & Arends, J. (2006) Kachexie, Anorexie und Ernährung. In: Kompendium Internistische Onkologie.

Zürcher, G., Arends, J. & Pirlich, M. (2018) Tumorkachexie und Ernährungstherapie bei Krebserkrankungen. In: Georg Thime Verla. S.748-775.

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