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Onkologische Kosmetik

 

Inhalt

 

Was ist onkologische Kosmetik?

Die onkologische Kosmetik ist spezialisiert auf die besonderen Bedürfnisse der Haut während und nach einer Krebserkrankung und -behandlung.

Begleitend zur ärztlichen Therapie ist es ihr Ziel, die besonders empfindliche Haut gut zu versorgen und ihr zum richtigen Zeitpunkt die Wirkstoffe zuzuführen, die sie benötigt – aber auch Wirkstoffe fernzuhalten, die sie noch zusätzlich austrocknen, reizen oder das Hautbild verschlechtern könnten. Hautproblemen durch Behandlungen und Medikamente soll entgegenwirkt und Hauterscheinungen (die meist mit verschiedenen Missempfindungen wie Jucken oder Spannen einhergehen) sollen möglichst abgefangen oder gemildert werden. Dafür steht Ihr:e onkologische:r Hautpflege-Spezialist:in immer mit Ihnen in Kontakt, um die Pflege auch kurzfristig an die aktuellen Bedürfnisse Ihrer Haut anpassen zu können. Nach Abschluss der Therapie steht die Regenerationsphase der Haut im Vordergrund, die ebenfalls durch die geeignete Pflege unterstützt wird.

Die onkologische Kosmetik umfasst dabei zwei große Bereiche:

Die Hautpflege: Sie werden ausführlich und individuell beraten, wie Sie Ihre Haut im Gesicht und am Körper während dieser Zeit am besten versorgen, welche Produkte hierfür geeignet sind und was Sie generell bei der täglichen Pflege beachten sollten. Bei Bedarf oder auf Wunsch können Sie auch spezielle, auf Sie und Ihren Hautzustand abgestimmte Behandlungen im Kosmetikstudio in Anspruch nehmen.

Die dekorative Kosmetik: Neben der Beratung zu den geeigneten Produkten hinsichtlich der Inhaltsstoffe bekommen Sie individuell auf Sie abgestimmte Schminktechniken vermittelt, zum Beispiel wie Sie Augenbrauen gut nachzeichnen, Hautflecken abdecken oder Ihren Teint auffrischen können.

 

 

Wann sollte man sich an eine onkologische Kosmetikerin wenden?

Generell können Sie sich immer an eine:n onkologische:n Hautpflege-Spezialist:in wenden, wenn während Ihrer Krebsbehandlung Hautveränderungen oder Missempfindungen (wie Jucken, Brennen oder Spannungsgefühle) auftreten oder wenn Sie sich selbst etwas Gutes tun und Ihr Hautgefühl  verbessern möchten. Die onkologische Hautpflege bietet Ihnen hier neben der ärztlichen Therapie Möglichkeiten, die Hautfunktion mit kosmetischen Wirkstoffen zu unterstützen und das Hautbild oftmals gut zu verbessern. Nach Abschluss Ihrer Krebsbehandlung kann man Ihre Haut darin unterstützen, die Hautbarriere wieder aufzubauen und sich rascher zu regenerieren.

Optimalerweise lassen Sie sich aber bereits vor Beginn der ärztlichen Therapie beraten, um Ihre Haut bereits beim Start der Krebsbehandlung bestmöglich zu pflegen. Bei einer schon im Vorfeld nicht ausreichend versorgten,  trockenen oder lipidarmen Haut können sich Hautirritationen schneller entwickeln. Beugen Sie deshalb vor und beginnen Sie Ihre Behandlung mit optimalen Voraussetzungen im Hautbereich.

Alle Maßnahmen und Empfehlungen während einer laufenden Behandlung (z. B. einer Chemotherapie) orientieren sich an Ihrer Therapie (z. B. Therapieform) und finden bei Bedarf in Absprache mit den zuständigen Ärzten statt. Sie ergänzen und begleiten die ärztliche Behandlung, ersetzen aber keine medizinischen Therapien oder Verordnungen.

 

Ist onkologische Kosmetik auch sinnvoll für Männer?

Auch Männer erkranken an Krebs und auch bei ihnen haben die verschiedenen Therapien Auswirkungen auf Haut und Nägel. Deshalb sind die Angebote der onkologischen Kosmetik auch für Männer sinnvoll und geeignet. Da Männerhaut etwas andere „Grundbedürfnisse“ hat als die von Frauen, werden die onko-kosmetischen Pflege- und Behandlungsmaßnahmen selbstverständlich darauf abgestimmt.

Auch der dekorative Bereich hält Möglichkeiten für sie bereit, um zum Beispiel unerwünschte Hautflecken sanft abzudecken ohne geschminkt auszusehen.

       

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Zuletzt geändert am: 11.09.2021
Autor
Expertengremium onkologische Kosmetik und Fußpflege

Hauptautorin: Heike Weigand - Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte und Kosmetikerin, Visagistin und Spezialistin für onkologische Hautpflege 

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