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Schleimhautentzündung bei Krebs

Was ist eine Mukositis (Schleimhautentzündung)? Was hilft dagegen? Wie lange dauert eine Mukositis und wie schlimm kann es werden?

 

Inhalt

 

Was ist eine Mukositis (Schleimhautentzündung)?

Die Mukositis ist eine Entzündung der Mukosa (Schleimhaut). Aufgrund der häufigen Zellerneuerung in der Schleimhaut tritt hier eine besonders sensible Reaktion auf, die die Folge einer Bestrahlung oder Chemotherapien sein kann. Außer den Mund- und Rachenschleimhäuten ist das Auftreten, abhängig von der Krebsbehandlungsart, ebenfalls an den Schleimhäuten des ganzen Verdauungstrakts bis zum After möglich. Es kann auch zu einer Entzündung der Schleimhaut der äußeren Genitalorgane, der Blasenschleimhaut oder der Augenbindehaut kommen.

 

Wie lange dauert eine Mukositis?

Die durch eine Strahlen- oder Chemotherapie ausgelöste orale Mukositis kann im Einzelfall bis zu acht Wochen andauern.

 

Schleimhautentzündungen lindern

 

Wie schlimm kann die Schleimhautentzündung werden?

Die Ausprägung einer Mukositis ist primär bedingt durch Form, Intensität sowie Zeitspanne der Krebstherapie. Der Allgemeinzustand, das Alter sowie Begleiterkrankungen des Betroffenen sind ebenfalls von Bedeutung. Bei einer Mukositis sind Schmerzen möglich, weshalb sie eine große Belastung darstellen kann. Abhängig davon, wie ausgeprägt sie ist, kann sie eine erforderliche Unterbrechung der Krebstherapie zur Folge haben. Neben einer starken Minderung der Lebensqualität des Patienten ist folglich auch eine Gefährdung des Behandlungsziels aufgrund einer Mukositis möglich.

 

Was kann man essen bei Mukositis?

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlchen Möglichkeiten, um die Entzündungen im Mund und Rachen durch die Ernährung zu lindern. Die folgenden Hilfestellungen können dabei genutzt werden:

  • Meiden Sie schleimhautreizende Nahrungsmittel. Zu diesen zählen Zitrusfrüchte, scharfe und saure Lebensmittel.
  • Bei Schleimhautentzündungen helfen außerdem Mundspülungen mit Kochsalzlösung, Sanddorn-Öl oder mit lauwarmem Tee aus Salbei oder Kamille
  • Verzichten Sie auf das Rauchen
  • Um Ihre Speisen gleitfähiger zu machen und so das Essen zu erleichtern, können Sie sie mit Öl oder anderen Fetten versetzen.
  • Meiden Sie stark zuckerhaltige, alkoholische und saure Getränke
  • Bevorzugen Sie weiche Kost. Gut eignen sich in diesem Fall z.B. Kartoffelpüree, mildes Obstkompott, Fisch oder weiches Fleisch mit milder Soße
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.
  • Verzichten Sie besser auf säurehaltige Lebensmittel (z.B. Orangen und Tomaten) und bevorzugen Sie milde Obst- und Gemüsesorten wie Bananen oder Avocados

    

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Zuletzt geändert am: 13.10.2020
Autor
Eva Kerschbaum - M. Sc. Ernährungswissenschaften
Eva Kerschbaum

M. Sc. Ernährungswissenschaften, Ernährungsberaterin/ DGE 

Beratungsstelle für Ernährung am Tumorzentrum München

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