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Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT)

Individuelles therapeutisches Training für Krebspatienten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen.

 

Inhalt

 

Was ist die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie?

Gezielte Bewegung verbessert die gesundheitliche Situation und Perspektive von Krebskranken während und nach der Therapie. Das unterstreichen viele nationale und internationale Studien. Doch wie muss die effiziente Bewegungstherapie für die Patienten aussehen? Die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) gibt darauf eine Antwort: mit einem Trainingskonzept, das gezielt auf den individuellen Patienten und seine körperliche und psychische Verfassung zugeschnitten wird.

 

Onkologische Trainingstherpaie (OTT)

 

Welche Ziele hat die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie?

Die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie zielt darauf, die Leistungsfähigkeit und individuelle Folgewirkungen von Krankheit und Therapie positiv zu beeinflussen. Der Schlüssel dazu ist ein Therapieplan, der die persönliche körperliche und seelische Verfassung des Krebspatienten und insbesondere die folgenden vier Faktoren berücksichtigt:

  • Krebsentität (Krankheitsbild)
  • Stadium der Erkrankung
  • Behandlungsphase während Therapie bzw. Nachsorge (kurativ / palliativ)
  • Nebenwirkungen durch Krankheit und Therapie (körperlich / psychisch)

Darüber hinaus legt der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten das Trainingsziel fest, auf dem das individuelle Trainingsprogramm dann gezielt aufbaut. Dabei werden auch Nebenwirkungen und Medikation in den Blick genommen, um Kontraindikationen zu erkennen und ungewollte Wechselwirkungen zu vermeiden.

 

Welche Nebenwirkungen können durch ein OTT-Training positiv beeinflusst werden?

Folgende Nebenwirkungen (auch in der Nachsorge) können durch die onkologische Trainingstherapie positiv beeinflusst werden:

 

Wie sieht ein OTT-Training aus?

Das Training erfolgt als Einzeltraining.  Es orientiert sich an der motorischen Gesamtverfassung des Patienten sowie seiner bisherigen Sportbetätigung und umfasst grundsätzlich vier Übungskomponenten:

  • Kraft
  • Ausdauer
  • Beweglichkeit
  • Koordination

Trainiert wird an medizinischen Kraft- und Ausdauertrainingsgeräten, die eine dosierte und präzise Bewegung ermöglichen. Dies ist besonders bei eingeschränkter Bewegungsmöglichkeiten und Schmerzen wichtig, wie sie nach Operationen oder infolge von orthopädischen Problemen auftreten können, aber auch bei Implantaten im Brustbereich.

Vom angeleiteten zum selbstständigen Training

Grundsätzlich ist die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie zeitlich befristet und umfasst ein mindestens 12-wöchiges Training. Zunächst verfolgt die Therapie rehabilitative Ziele und behandelt wenn möglich Bewegungseinschränkungen. Darüber hinaus wird der Patient darüber informiert, bestärkt und unterstützt, Bewegung und körperliche Aktivität in seinen Alltag zu integrieren, um die erreichten Verbesserungen dauerhaft zu erhalten.

 

Für wen ist die Onkologische Trainingstherapie geeignet?

Die OTT eignet sich unabhängig vom onkologischen Krankheitsbild (Krebsentität) für Krebspatienten in der medizinischen Therapie, in der Nachsorge, bei kurativen wie auch palliativen Behandlungen. Konkret sind das:

  • Patienten vor Beginn der medizinischen Therapie
  • Patienten während der medizinischen Therapie (ambulante Versorgung)
  • Patienten mit anhaltenden Nebenwirkungen in der Nachsorge
  • Patienten mit chronischem Krankheitsverlauf

Nach Operationen

Grundsätzlich ist nach Operationen die Wundheilung zu berücksichtigen. Deshalb ist eine ausführliche Absprache mit dem behandelnden Arzt nötig, um Risiken, Überlastung oder Komplikationen zu vermeiden. Der Einstieg in die Bewegung erfolgt entsprechend langsam, vorsichtig und im intensiven Austausch mit dem Patienten.

Während der Chemotherapie

Ein moderates Training während einer Chemotherapie kann helfen, die Nebenwirkungen zu mindern. Das Training wird flexibel an die typischen, teils starken Leistungsschwankungen während der Therapie angepasst.

Während der Bestrahlung

Auch während der Bestrahlung ist ein Training sinnvoll. Dabei gilt es, die Körperstellen möglichst nicht zu belasten, die direkt von der Bestrahlung betroffen sind.

 

Was sind die formalen Voraussetzungen für ein OTT-Training?

Die Teilnahme an einem OTT-Training ist an zwei Bedingungen geknüpft:

  1. Mindestalter 18 Jahre
  2. Eine medizinische Unbedenklichkeitsbescheinigung bzw. Sporttauglichkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes

Zudem ist eine ärztliche Verordnung erforderlich:

    

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Zuletzt geändert am: 22.10.2020
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