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Ambulante Rehabilitation nach der Krebstherapie

Die ambulante Reha ist eine gleichwertige Alternative zur stationären Reha. Erfahren Sie hier mehr über Ziele, Dauer, Ablauf & Voraussetzungen.

 

Inhalt

 

Was ist eine ambulante Rehabilitation?

Anschlussheilbehandlung von zuhause aus: Die ambulante onkologische Rehabilitation ist eine gleichwertige Alternative zur stationären Reha. Sie besuchen tagsüber ein Rehazentrum bzw. eine Rehaklinik in der Nähe Ihres Wohnortes und kehren abends nach Hause zurück. Da die Behandlung ganztägig und in der Regel an den Werktagen erfolgt, ist sie keine berufsbegleitende Reha. Der Therapieumfang  unterscheidet sich nicht von einer stationären Rehabilitation und beinhaltet ärztliche, physiotherapeutische, psychotherapeutische und weitere Leistungen.

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich eine steigende Zahl an ambulanten Reha-Zentren in Deutschland etabliert – als zweite, rechtlich gleichwertige Versorgungssäule neben dem stationären Rehabilitationsangebot.

 

Ziele der ambulanten Rehabilitation

Als Behandlung im Anschluss an die Krebstherapie hilft Ihnen die ambulante Rehabilitation, die körperlichen und seelischen Folgen der Krebserkrankung zu bewältigen, sie abzumildern bzw. zu überwinden.

Da die ambulante Reha die ganztägige Behandlung in der Reha-Einrichtung mit dem gewohnten Leben zuhause verbindet, wird die Rückkehr in den Alltag und das soziale Umfeld einfacher.

Für eine ambulante Reha sprechen besonders folgende Punkte:

  • Alltagsnahe Trainings können in das Therapieprogramm eingebunden und Alltagserfahrungen besprochen werden.
  • Angehörige und niedergelassene Ärzte lassen sich leichter in die Schulungs- und Trainingsprogramme mit einbeziehen.
  • Kinderbetreuung und andere häusliche Aufgaben, die nicht an andere abgegeben werden können, können weiterhin geleistet werden.

Dabei werden die Therapieziele an Ihre Bedürfnisse sowie an Ihre körperliche und psychische Verfassung angepasst. So kann für die einen die Rückkehr in den Beruf im Zentrum der Therapie stehen, für die anderen die Bewältigung des Alltags, eine allgemeine körperliche Kräftigung oder die seelische Bewältigung der Krankheitsfolgen.

 

Ambulante Reha - Ziele, Dauer, Ablauf & Voraussetzungen

 

Wie lange dauert eine ambulante Reha?

Eine ambulante onkologische Rehabilitation dauert in der Regel drei Wochen. Sie kann verkürzt oder verlängert werden.

 

Für wen kommt eine ambulante Rehabilitation in Frage?

Eine ambulante Rehabilitation kommt dann für Sie in Frage, wenn Sie ausreichend mobil und auch körperlich in der Lage sind, die täglichen Fahrten bzw. Wege von und zur Reha-Einrichtung zu bewältigen. Ihr Hausarzt oder behandelnde Facharzt ist der richtige Ansprechpartner, um diese Frage sinnvoll zu entscheiden.

Zudem muss die Reha-Einrichtung ausreichend nah zu Ihrem Wohnort liegen, damit Sie keine langen Fahrzeiten (mit den öffentlichen Verkehrsmitteln) in Kauf nehmen müssen. Der mobile Aufwand soll nicht zur Belastung werden.

Eine ambulante Rehabilitation kommt dann nicht in Frage, wenn Sie infolge der Krebstherapie körperlich so beeinträchtigt sind, dass eine stationäre Behandlung in einer Rehaklinik notwendig ist. Dies gilt auch, wenn Sie aufgrund Ihres Gesundheitszustands ständig ärztlich überwacht pflegerisch betreut werden müssen.

 

Tagesablauf und Therapieangebote in der ambulanten Rehabilitation

Die Behandlungstage in einer ambulanten Reha-Einrichtung verlaufen nach einem festen Therapieplan. Dabei wechseln sich Therapieeinheiten mit Pausen ab. Welche Behandlungen zur Anwendung kommen, wird entsprechend Ihren Bedürfnissen und den vereinbarten Rehazielen festgelegt.

Zu den möglichen Therapien einer zählen:

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Massagen
  • Entspannungsübungen
  • Psychotherapeutische Gespräche
  • Psycho-onkologische Beratung und Gespräche
  • Sozialberatung etc.

 

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten für eine ambulante Reha übernehmen in den meisten Fällen der zuständige Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse. Wenn die Rentenversicherung die Kosten Ihrer ambulanten Rehabilitationsleistungen übernimmt, so fällt keine Zuzahlung für Sie an. Ist die Krankenkasse der Kostenträger, müssen Sie in der Regel eine Zuzahlung von 10 Euro pro Tag (für maximal 28 Tage) leisten.

 

Wer zahlt Krankengeld oder Übergangsgeld während der Reha?

Krankengeld steht Ihnen zu, wenn die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers abgelaufen ist. Die Krankenkasse zahlt für bis zu 78 Wochen Krankengeld in Höhe von 70 Prozent des bisherigen Bruttogehalts.

Übergangsgeld erhalten Sie dann, wenn Sie keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Krankengeld mehr haben. Es beträgt 68 Prozent des letzten Nettoentgelts und wird von der Rentenversicherung bezahlt.

       

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Zuletzt geändert am: 29.09.2020
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