Osteoporose bei Krebs lindern! Nebenwirkungen der Krebstherapie

Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion bei Krebs lindern.  Verringern Sie selbst durch Sport, Bewegung und körperliche Aktivität Ihre Nebenwirkungen der Krebstherapie (Chemotherapie, Strahlentherapie oder Antihormontherapie).

Regelmäßiges Training hilft dabei, Osteoporose zu lindern, die Körperhaltung zu verbessern und somit die Wirbelgelenke zu entlasten. Osteoporose kann auch nach erfolgreicher Behandlung weiterhin anhalten und in Folge die Lebensqualität der Krebspatienten deutlich beeinträchtigen.

 

Inhalt

 

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skelettsystems. Durch eine Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion liegt bei dem Krebspatienten eine erhöhte Frakturgefahr vor. Es ist nicht selten, dass es während einer Krebstherapie zu einer Osteoporose kommt.

 

Osteoporose! Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion bei Krebs lindern.  Verringern Sie selbst durch Sport, Bewegung und körperliche Aktivität Ihre Nebenwirkungen der Krebstherapie. Tipps und Hilfestellungen

 

Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion lindern? Tipps und Hilfestellungen

Tipps und Hilfestellungen für Krebspatienten

Krebspatienten sollten auf ein individuell ausgerichtetes Krafttraining achten, bei dem mindestens zweimal pro Woche die Hauptmuskelgruppen, also Rumpf, Beine, Schultergürtel sowie Arme trainiert werden. Dabei kann auch nach den genannten Muskelgruppen abgewechselt werden. Dabei ist es besonders effektiv, mit Hantel und/oder Kraftmaschinen zu arbeiten, da der ausgeübte Zug positive Effekte auf den Knochenstoffwechsel hat und somit weiteren Abbau von Knochenmasse verhindert. Alternativ kann auch mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden, dieses dient ebenfalls als effizienter Widerstand.

Osteoporose lindern – durch Sport und Bewegung: Trainingsempfehlungen 

Regelmäßiges Training hilft

Weitere Hilfestellungen: Regelmäßiges Training hilft dabei, Osteoporose zu lindern, die Körperhaltung zu verbessern und somit die Wirbelgelenke zu entlasten. In Ergänzung kann Ausdauertraining mit moderater Intensität durchgeführt werden, um die allgemeine Kondition zu verbessern. Dieses unterstützt die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdungserscheinungen (Fatigue), wodurch, in Verbindung mit Kraft und Koordination, das Risiko von Verletzungen und Stürzen gesenkt werden kann.

Folglich führt regelmäßiges Training für Osteoporose-Patienten zu einer Vielzahl positiver Effekte:

  • Verbesserung der Motorik: verbesserte und trainierte Bewegungsabläufe helfen der Beweglichkeit und Bewegungsfähigkeit im Alltag.
  • Reduziertes Sturzrisiko: geschulte Balance und Beweglichkeit reduzieren das Risiko, zu stürzen und Verletzungen zu erleiden.
  • Haltung: gezieltes Training anhand eines festgelegten Planes kann Fehlhaltungen korrigieren, Muskeln und somit den gesamten Rumpf stärken, was eine gesunde Haltung zur Folge hat
  • Beweglichkeit: regelmäßiges Dehnen, Koordinations- und Krafttraining mit maximaler Bewegungsamplitude erhöhen die Beweglichkeit und führen zu einem verbesserten Körpergefühl.

 

Spezifische Kontraindikationen bei Osteoporose:

  • Bei Osteoporose kann das Bewegungstraining nicht durchgeführt werden, wenn akute Frakturen vorliegen
  • Außerdem dürfen auch Körperstellen, an denen eine akute Gefahr für Knochenbrüche besteht, nicht durch das Training belastet werden.

Empfohlene Therapiedauer bei Osteoporose:

Eine Trainingseinheit erstreckt sich auf 45-60 Minuten (wenn möglichst dauerhaft) „Sport und Bewegung“ soll ein Teil Ihres Alltags werden

Osteopenie (verminderte Knochendichte):

  • Zu Beginn der Bewegungstherapie können 2 wöchentlich Trainingseinheiten in 2–3 Sätzen zu je 6-8 Übungen bei höheren Gewichten von Krebspatienten absolviert werden
  • Anschließend kann das Training auf 2-3 Einheiten pro Woche gesteigert werden, die jeweils 2–3 Sätze mit 6-8 Übungen bei höheren Gewichten und eine Pause umfassen.
  • Vibrationstraining kann durchgeführt werden, sofern die Frequenzen niedrig gehalten werden

Leichte Osteoporose:

  • Krebspatienten mit leichter Osteoporose können ein Kraftausdauertraining absolvieren, das zu Beginn 2 wöchentliche Trainingseinheiten unter leichter bis mittlerer Anstrengung
  • Darüber hinaus kann auch ein Vibrationstraining durchgeführt werden, sofern die Frequenzen niedrig gehalten werden

Mittelschwere – schwere Osteoporose (mit Frakturen):

  • Auch Krebspatienten mit mittelschwerer bis schwerer Osteoporose können eine Bewegungstherapie absolvieren. Hier sollte in 2 wöchentlichen Trainingseinheiten ein Übungsprogramm mit isometrischen Kräftigungsübungen durchgeführt werden. Teil des Trainings sind außerdem Gleichgewichtsschulungen und Impacts
  • Auf ein Vibrationstraining sollte aufgrund der Gefahr für Knochenbrüche verzichtet werden

Zusätzliches Impact-Training bei Osteopenie

Bei Osteopenie und Osteoporose mit Knochenmetastasen kann ein zusätzliches Impact-Training sowohl durchgeführt werden, wenn eine Frakturgefahr besteht, als auch dann, wenn keine Frakturgefahr vorliegt:

  • Bei Osteopenie und leichter Osteoporose kann dieses Training in einer hohen Intensität absolviert werden. Eine geeignete Bewegungsform sind hierbei Sprünge aus 30cm Höhe und mehr
  • Bei leichter und mittelschwerer Osteoporose sollte die Intensität des Trainings moderat ausfallen. Geeignete Bewegungsformen sind deshalb Springen und Hüpfen sowohl beidbeinig als auch auf einem Bein
  • Bei schwerer Osteoporose liegt eine Frakturgefahr vor, daher muss das Impact-Training in diesem Fall in niedriger Intensität absolviert werden. Hierfür eignen sich am besten die Bewegungsformen Spaziergänge, Treppenabsteigen, Klatschen und auf der Stelle marschieren

Ausdauertraining bei Osteoporose:

  • Das Ausdauertraining kann bei Osteopenie und Osteoporose in einer mittleren Intensität absolviert werden. Geeignet sind hierfür Bewegungsformen wie Spaziergänge und Walking

Verhaltenstipps bei Osteoporose:

  • Vermeiden Sie Drehbewegungen und Starke Erschütterungen.
  • Achten Sie auf ausreichende körperliche Bewegung und Belastungen.
  • Achten Sie auf eine optimierte Ernährung, um das Fortschreiten der Osteoporose zu vermeiden.

 

   

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