Krebspatienten im Supermarkt - Richtige Lebensmittelauswahl bei einer Krebserkrankung

  

 

Gesunde Lebensmittelauswahl bei Krebs. Gibt es Lebensmittel gegen Krebs? Ernährungsberater suchen.

Empfehlenswerte Ernährung bei Krebs als Ergänzung zur Krebstherapie. Integrative Onkologie! Meistens entscheidet der Einkauf darüber, was es in den nächsten Tagen zuhause zu Essen gibt. Das reichliche Angebot und die Vielfalt der Waren überfordern schnell und bringen einen leicht dazu, unüberlegt einzukaufen. Erstellen Sie sich zuhause eine Einkaufsliste, damit Sie Ihre Lebensmittel gezielt einkaufen können. Bevorzugen Sie frische Lebensmittel. Es gibt auch durchaus empfehlenswerte Tiefkühlwaren beachten Sie die Zutatenliste.  Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Lebensmittel sie einkaufen sollen, da Sie bereits an Nebenwirkungen der Krebstherapie leiden, finden Sie  Tipps und Hilfestellungen in den einzelnen Schwerpunktbereichen, um die Nebenwirkungen zu mindern.

Krebspatienten sollten einen ungewollten Gewichtsverlust vermeiden. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, um einen Mangel an Nährstoffen zu vermeiden. 

 

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Tipps zur Ernährungsoptimierung bei einer Tumorerkrankung

 

Berücksichtigung von persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten 

Eine bedarfsdeckende Ernährung während der Krebstherapie dient dazu, dass Sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind, einerseits um Ihr Immunsystem zu stärken und andererseits einen Gewichtsverlust zu vermeiden. Eine Optimierung kann daher z.B. bedeuten, dass Sie mehr Eiweiß und/oder mehr Obst und Gemüse am Tag essen sollten. Dabei ist es jedoch wichtig, dass Ihre persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten berücksichtigen werden. Sie sollten Ihre Essensgewohnheiten überdenken und überlegen, was sie ändern können. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, können Sie sich dazu von einer Ernährungsfachkraft beraten lassen. 

Ernährungstipps bei Krebs. Ernährungsoptimierung bei Brustkrebs

Sie kann Ihnen auch dabei helfen zu überlegen, wie Sie die Optimierung umsetzen können. Überlegen Sie dabei aber auch, welche Anpassungen Sie umsetzen und in Ihren Alltag integrieren möchten. Ausgewogenes gesundes Essen, das Ihnen schmeckt, steht in keinerlei Widerspruch zu einer optimierten Ernährung bei Krebs.

Ausgewogene Ernährung ist sinnvoll bei einer Tumorerkrankung

Nicht außer Acht zu lassen ist der Genussfaktor für krebskranke Menschen. In Anbetracht diverser Nebenwirkungen einer Krebstherapie, wie Durchfall,  Übelkeit und Erbrechen ist es umso wichtiger, dass auf Genuss und Geschmack Wert gelegt wird. Dennoch sollte auf nahrhafte Nahrung geachtet werden, welche nicht ausschließlich aus Pudding, Kuchen und Junkfood besteht. Hierbei wird riskiert, nicht ausreichend Nährstoffe aufzunehmen.

 

Ausgewogene Lebensmittelauswahl bei Krebs -  Die richtige Ernährung bei Krebs. Ernährungsberater suchen

 

Empfehlenswerte Ernährung bei Krebs

Eine ausgewogene und schmackhafte Ernährung ist bei einer Krebserkrankung zu empfehlen. Dabei ist es wichtig, einige Grundsätze zu beachten. Jedoch ist es auf keinen Fall empfehlenswert, eine Krebsdiät zu machen! Wichtig ist es, dass Ihre Ernährung bei Krebs zum einen Ihre Wünsche und Vorlieben (falls möglich) berücksichtigt und individuell auf Ihre derzeitige gesundheitliche Situation abgestimmt ist. Die Ernährung dient dazu, dem Ihrem Körper alle wichtigen Nährstoffe und ausreichend Energie zu geben, um ihn bei dem Abwehrkampf gegen den Krebs zu unterstützen.

Die moderne „westliche“ Ernährung ist gekennzeichnet durch viel Fett, Zucker, übermäßigen Salzverzehr, Fastfood- und Convenience-Produkte (Döner, Pizza, Bratwurst, Hamburger, Fetten Backwaren, Pommes etc.), Alkohol sowie wenigen pflanzlichen Lebensmitteln und Ballaststoffen. Diese Ernährungsweise begünstigt das Auftreten vieler Krebserkrankungen sowie die Entstehung zahlreicher anderer Erkrankungen.

Eine empfehlenswerte Ernährung für Krebspatienten sieht sehr variabel aus. Sie passt sich individuellen Vorlieben an und zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Essen Sie möglichst viele pflanzliche Lebensmittel (Obst, Gemüse), am besten zu jeder Mahlzeit (fünf am Tag).
  • Essen Sie vielseitig, ausreichend Getreideprodukte und Kartoffeln.
  • Essen Sie, wenn möglich Vollkornprodukte, Vollkornreis und Vollkornnudeln anstatt Weißbrot etc. Dadurch erhalten Sie eine gute Versorgung mit Ballaststoffen.
  • Essen Sie regelmäßig Fisch: ein- bis zweimal pro Woche, davon wenigstens einmal fettreiche Sorten wie Lachs, Hering oder Makrele. Fische liefern günstige Fette und Eiweiß.
  • Schränken Sie den Verzehr von Fleisch ein (vor allem Fleischprodukte wie Wurstwaren). Geflügel ist generell günstiger als rotes Fleisch von Rind, Schwein und Lamm. Bedachtsamer Fleischverzehr trägt zur ausreichenden Eiweiß- und Nährstoffversorgung bei.
  • Da Süßwaren und Knabbereien häufig viel Fett und/oder Zucker enthalten, sollten sie in Maßen verzehrt werden.
  • Bevorzugen Sie pflanzliche Fette wie z. B. Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, bei der Zubereitung von Speisen.
  • Trinken Sie ausreichend, mindestens 1,5 Liter am Tag. Trinken Sie zuckerhaltige Getränke in Maßen, da sie häufig Fruchtaromen und Zucker enthalten. Bevorzugen Sie daher Wasser, Tees und Saftschorlen, Kaffee.
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Ein gelegentliches Gläschen dürfen Sie aber genießen, nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Um wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten, bereiten Sie Ihr Essen schonend zu.
  • Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln empfiehlt sich nur bei diagnostizierten Mängeln. Sprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt ab.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Sollte sich Ihr Körpergewicht während der Therapie verändern, sagen Sie Ihrem behandelnden Arzt Bescheid. Eine Gewichtskontrolle einmal in der Woche kann Ihnen helfen, Ihr Gewicht im Auge zu behalten.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Mehr dazu finden Sie im Bereich Trainings- und Bewegungstherapie.
  • Sollten Sie Veränderungen bei Ihren Ernährungsgewohnheiten feststellen oder Probleme bei der Ernährungsumstellung haben, wenden Sie sich frühzeitig an eine Ernährungsfachkraft. Viele Berater bieten online und telefonische Beratungsgespräche an.

 

Weißes Fleisch bei Krebs -  Eiweiße -  Fette - Kohlenhydrate

 

 

Aus welchen Bestandteilen setzt sich unsere Nahrung zusammen?

Unser Körper braucht Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße, als Energielieferanten und Bausteine. Daher werden Sie werden als Makronährstoffe bezeichnet und sind lebensnotwendig. Ohne diese Energielieferanten könnte unser Körper nicht arbeiten. Vitamine und Mineralstoffe sind dagegen Mikronährstoffe, d.h. sie sind zwar auch lebensnotwendig, werden aber in kleinen Mengen benötig.

Das Zusammenspiel von Makro- und Mikronährstoffen sorgt dafür, dass die Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen.

 

Kohlenhydrate können in verschiedenen Formen aufgenommen werden:

Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle. Man unterscheidet zwischen vier Gruppen von Kohlenhydraten: den Einfachzuckern, Zweifachzuckern, Mehrfachzuckern und Vielfachzuckern:

  • Einfachzucker (Monosaccharid): z.B. Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose)

  • Zweifachzucker (Disaccharid): z.B. Haushaltszucker, bestehend aus Fructose und Glucose, Milchzucker (Lactose)

  • Mehrfachzucker (Oligosaccharid): z.B. Maltodextrin

  • Vielfachzuckern (Polysaccharid): z.B. Stärke in Nudeln, Brot oder Kartoffeln

Kohlenhydrate sind relevant für:

  • das Gehirn, es zieht die erforderliche Energie aus Kohlenhydraten

  • als direkte Energiequelle für Muskeln beim Sport

  • die Verbrennung von Fett

Wie zu Anfang erläutert, werden Kohlenhydrate in unterschiedliche Gruppen geteilt. Das zeigt, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Mit unserer täglichen Ernährung nehmen wir Kohlenhydrate in unterschiedlichen Formen auf, z.B. als Brot, Gemüse, Obst, Nudeln, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte aber auch in Form von Süßigkeiten und Gebäck. Entscheidend sind Menge und Art, in der wir die Kohlenhydrate aufnehmen. Für eine ausgewogene Ernährung ist der Verzehr von Kohlenhydraten in Form Brot, Nudeln, Obst, Gemüse und Milchprodukten empfehlenswert, da diese neben Kohlenhydraten noch Ballaststoffe und wichtige Mikronährstoffe enthalten.

 

 

Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern. Sie liefern kaum Energie, erfüllen aber dennoch einen guten Zweck.

Sie werden unterteilt in lösliche und unlösliche Ballaststoffe:

  • Lösliche Ballaststoffe kommen v.a. in Obst und Gemüse vor. Sie haben die Fähigkeit Wasser im Darm zu binden, so kann z.B. ein fein geriebener Apfel oder eine gekochte Karottensuppe gegen Durchfall helfen.

  • Unlösliche Ballaststoffe bewirken eine Steigerung der Darmtätigkeit und können so bei Verstopfung helfen. Sie kommen überwiegend in Getreide und Hülsenfrüchten vor.

Empfohlen wird die tägliche Aufnahme von 30 g Ballaststoffen. Sie sind in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Vollkornnudeln
  • Kartoffeln
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornbrot
  • Naturreis
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse und Saaten

Achten Sie deshalb darauf, dass ballaststoffreiche Lebensmittel täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. Ballaststoffe benötigen zum Quellen ausreichend Flüssigkeit, um ihre positiven Wirkungen entfalten zu können. Trinken Sie daher ausreichend (täglich 1,5-2 l).

 

Eiweiße, auch Proteine genannt, enthalten Aminosäuren und treten in Fleisch, Fisch, Eiern, Nüssen, Hülsenfrüchten und (Pseudo-)Getreide auf. Dabei sind pflanzliche und tierische Eiweiße aus ca. zwanzig Aminosäuren aufgebaut. 12 davon kann der Körper selbst herstellen, neun sind unentbehrlich. Das bedeutet der Körper kann diese nicht selbst herstellen, sondern müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Gesunde Männer und Frauen, haben einen täglichen Proteinbedarf von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Normalerweise ist der Proteinbedarf durch eine ausgewogene Ernährung hinreichend gedeckt. Entscheidend ist jedoch die Qualität des Eiweißes, auch biologische Wertigkeit genannt. Das bedeutet, dass der Körper das aufgenommene Eiweiß optimal aufnehmen kann. Die biologische Wertigkeit ist bei tierischem Eiweiß höher. Eine Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß stellt daher das Optimum dar.

Beispiele:

  • Kartoffeln und Ei
  • Kartoffeln mit Fisch oder Fleisch
  • Getreide mit Milch (als Müsli)
  • Rührei mit Milch
  • Brot mit Käse
  • Nudeln mit Ei
  • Hülsenfrüchte mit Ei
  • Kombinationen aus Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen-Mais-Salat)

Krebspatienten haben oftmals einen höheren Proteinbedarf, sodass sie in der Regel 1,2 – 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen sollten. Die Ernährung sollte bei einer Krebserkrankung daher entsprechend angepasst und mit einer Ernährungsfachkraft besprochen werden.

Eiweiß hat wichtige Aufgaben in unserem Körper. Es dient zur Bildung von Kollagen, Immunkörpern und Enzymen. In unseren Muskeln dient es dem Aufbau, der Reparatur und der Regeneration. Außerdem finden sich Proteine in Knochen, Bändern und Sehnen. Weiterhin sorgt das Eiweiß als Nahrungsbestandteil für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Wenn zu wenig Energie über die Ernährung zugeführt wird, steigt der Körper auf die Energie aus unseren Muskeln um, was wiederum zu einem Abbau der Muskulatur führt. Bei einer Krebserkrankung kann es sehr schnell zu einem Abbau von Muskelmasse kommen und damit Muskelschwäche und einen hohen Gewichtsverlust begünstigen. Zudem ist die Infektanfälligkeit erhöht und die Enzymaktivität verringert. All dies führt zu einer schlechteren Verträglichkeit der Therapien und einem ungünstigen Krankheitsverlauf.

Optimale Eiweißquellen sind also: Kartoffeln, Vollkorngetreide wie Quinoa und Hirse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Eier, Milch, Fleisch und Fisch. Diese sollten täglich, auch in o.g. Kombinationen, auf dem Speiseplan stehen.

Eine Krebserkrankung geht oftmals mit einem hohen Gewichtsverlust einher. Neben der erhöhten Zufuhr an Eiweißen spielt auch das Fett eine große und wichtige Rolle. Hier steht ebenfalls die gute Qualität der Fette im Vordergrund.

Gesunde Männer und Frauen sollten ca. 30% bis 35% ihrer Gesamtenergiezufuhr über Fette decken. In der Zusammensetzung unseres Körpers hat Fett eine Wärme- und Schutzfunktion. In unserer Ernährung ist Fett Hauptgeschmacksträger, was die Speisen schmackhaft werden lässt. Da bei Fett der Energiegehalt bei 9 kcal pro Gramm liegt, ist es ein guter Energielieferant. Dies kann bei krankheitsbedingter, reduzierter Nahrungsaufnahme ausgenutzt werden (s. Absatz Appetitlosigkeit/Mangelernährung).

Ernährungsphysiologisch werden Fett in gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren eingeteilt.

Gesättigte Fettsäuren benötigt der Körper als Energiespeicher, Strukturfett und für den Transport der fettlöslichen Vitamine. Sie können vom Körper selbst hergestellt werden. Gesättigte Fettsäuren sind in Butter, Schmalz, Käse, Sahne, Fleisch- und Wurstwaren, Kokos- und Palmfett enthalten. Durch gesättigte Fettsäuren kann der Cholesterinspiegel erhöht werden. Ablagerungen „Plaques“ können in unseren Gefäßen entstehen.

Auch einfach ungesättigte Fettsäuren können selbst hergestellt werden. Sie dienen ebenfalls als Energielieferant und Strukturfett. Einfach ungesättigte Fettsäuren können das LDL-Cholesterin und die Triglyceride senken und das HDL-Cholesterin erhöhen. Enthalten sind einfach ungesättigte Fettsäuren in Oliven-, Raps- und Erdnussöl sowie Avocados und Haselnüsse.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bilden Stoffe, die für das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, die Lungenfunktion und den Hormonstoffwechsel eine Rolle spielen. Sie haben keine Relevanz für die Energielieferung. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen in fettreichen Fischen, Distel-, Sonnenblumen-, Kürbiskern-, Walnuss-, Leinöl und Nüssen vor. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen außerdem auch Omega-3- Fettsäuren in Fisch und grünem Blattgemüse und Omega-6- Fettsäuren in Distel- und Sonnenblumenöl.

Für eine gesunde Fettzufuhr sollten idealerweise 7 % bis 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus gesättigten Fettsäuren und bis zu 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufgenommen werden. Laut Nationaler Verzehrsstudie II werden in Deutschland zu viele gesättigte und zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren aufgenommen. Die gesättigten Fettsäuren sollten daher durch mehrfach ungesättigte ersetzt werden, um die Ernährung zu optimieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt hierfür anschauliche Beispiele:

  • Beispiel 1: Eine Portion Lachsfilet (125 g) liefert 5,5 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie 4,1 g gesättigte Fettsäuren. Die gleiche Portion Schweinebratenfleisch (125 g) enthält2,5 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie 11,7 g gesättigte Fettsäuren
  • Beispiel 2: Eine Portion Walnüsse (20 g) liefert 10,4 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 1,3 g gesättigte Fettsäuren. Eine Portion Schokolade (20 g) enthält 0,2 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 4,1 g gesättigte Fettsäuren

Anders als Makronährstoffe benötigt der Körper Vitamine und Mineralstoffe nur in sehr geringen Mengen. Sie liefern keine Energie. Dennoch sind sie für den Körper lebensnotwendig. Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Manche Mikronährstoffe wirken antioxidativ (=Antioxidantien) das heißt sie machen freie Radikale unschädlich. Freie Radikale sind hochreaktive Verbindungen, die die Zellwände und die Erbsubstanz schädigen können und somit eine Krebserkrankung begünstigen können.

Eine ausgewogene, auf Sie abgestimmte Ernährung, bei der Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse, Nüsse, Samen und Vollkornerzeugnissen auf dem Speiseplan stehen, versorgt den Körper in ausreichendem Maß mit Mikronährstoffen und damit auch mit Antioxidantien.

Als lebensnotwendige Substanzen müssen Vitamine regelmäßig aufgenommen werden. Hierbei lassen sich fettlösliche (A, D, K, E) von wasserlöslichen (alle anderen, z. B. Vitamin C) Vitaminen unterscheiden. Normalerweise ist bei ausgewogener Ernährung eine bedarfsdeckende Aufnahme von Vitaminen gesichert.

Vitamine können hitze-, licht- und sauerstoffempfindlich sein und bei falscher Lagerung oder Zubereitung von Lebensmitteln verloren gehen. Achten Sie daher auf diesbezügliche Angaben des Herstellers auf der Verpackung und bevorzugen Sie schonende Zubereitungsarten, um möglichst viele Vitamine zu erhalten. Nährstoffschonende Zubereitungsarten sind beispielsweise Dämpfen, Dünsten und Blanchieren.

Es kommen zwei Formen von Mineralstoffen vor. Die sogenannten Mengenelemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor und die Spurenelemente, zu denen Eisen, Fluor, Zink, Selen, Kupfer, Mangan und Chrom gehören. Für den Körper sind Mengenelemente in größerer Menge erforderlich als Spurenelemente. Mineralstoffe und Spurenelemente braucht der Körper zum Aufbau der Knochen, zur Reizweiterleitung in den Nervenbahnen oder zur Unterstützung der Abwehrkräfte.

Grundsätzlich kann bei einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung davon ausgegangen werden, ähnlich den Vitaminen, dass Mineralien und Spurenelemente in ausreichender Menge aufgenommen werden. Während einer (Krebs-)Erkrankung oder extremen körperlichen Belastungen kann es in manchen Fällen dazu kommen, dass Sie eine erhöhte Menge davon benötigen. Dies kann teilweise durch eine gezielte Lebensmittelauswahl ausgeglichen werden. So kann beispielsweise mehr Magnesium und Zink durch den Verzehr von Vollkornprodukten und Nüsse aufgenommen werden. Bei nachgewiesenem Mangel oder wenn die Ernährung nicht ausreicht, um normale Spiegel im Blut zu erreichen, kann die Einnahme von Mineralstoffpräparaten nötig sein. Bitte besprechen Sie mögliche Mängel und jegliche Einnahme von Präparaten in jedem Fall mit ihrem Arzt ab.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht zwingend lebensnotwendig, weisen aber eine hohe biologische Aktivität auf. Ursprünglich für den Schutz gegen Fraßfeinde in Pflanzen gebildet, entfalten Sie außerhalb der Pflanze ganz unterschiedliche, positive Wirkungen – von antioxidativ, über entzündungshemmend bis hin zu antimikrobiell. Zur großen Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe zählen ca. 100.000 Substanzen sehr unterschiedlicher Natur. So vielfältig die Stoffe sind, so verschieden sind die Wirkungen. Allen mit der Nahrung aufgenommenen sekundären Pflanzenstoffen gemeinsam ist eine gesundheitsförderliche Wirkung.

In den Fokus der Wissenschaft sind einige Vertreter dieser Gruppe gerückt, da in Zellversuchen ein gewisser krebshemmender Effekt beobachtet werden konnte. Ein Beispiel ist der Schutz von Lycopin vor Prostatakrebs. Doch die Wissenschaft steht hier erst am Anfang. Die Ergebnisse sind noch nicht auf den Menschen übertragbar. Das heißt, es kann keine Empfehlung für den erhöhten Verzehr einer einzelnen Substanz ausgesprochen werden. Stattdessen empfiehlt es sich die Vielfalt der sekundären Pflanzenstoffe auszunutzen und dem Körper damit möglichst viele positive Wirkungen möglichst vieler unterschiedlicher Substanzen zukommen zu lassen.

Genießen Sie also die bunte Vielfalt von Obst und Gemüse. Denn jedes davon produziert seine eigenen positiven Stoffe. Denken Sie auch an frische Kräuter und Gewürze, die eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe enthalten und zusätzlich den Geschmack erheblich aufwerten.

Der Körper kann Flüssigkeit bzw. Wasser durch Essen und Trinken aufnehmen und speichern. Über Getränke sollte täglich zwischen 1,5-2Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Geeignete Getränke sind Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und verdünnte Säfte. Kaffee zählt auch mit zur Flüssigkeitsbilanz. Einen Hinweis, ob Sie genügend Wasser im Körper haben, gibt der Urin. Dieser sollte grundsätzlich möglichst hell sein.

 

Sie benötigen Unterstützung bei der Ernährungsoptimierung, sind sich unsicher bei der Lebensmittelauswahl oder haben weitere Fragen? Finden Sie Ihren passenden Ernährungsberater in Ihrer Stadt und Umgebung.

 

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Häufig gestellte Fragen finden Sie im Bereich FAQ Ernährung.

 

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Zuletzt geändert am: 11.05.2020
Lektor
Sarah Löhnchen
Sarah Löhnchen

M.Sc. Ernährungswissenschaft

Beratungsstelle für Ernährung am Tumorzentrum München

 

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