Krebspatienten im Supermarkt - Richtige Lebensmittelauswahl bei einer Krebserkrankung

  

 

Gesunde Lebensmittelauswahl bei Krebs. Gibt es Lebensmittel gegen Krebs? Ernährungsberater suchen.

Empfehlenswerte Ernährung bei Krebs als Ergänzung zur Krebstherapie. Integrative Onkologie!

Meistens entscheidet der Einkauf darüber, was es in den nächsten Tagen zuhause zu Essen gibt. Das reichliche Angebot und die Vielfalt der Waren überfordert schnell und bringt einen leicht dazu, unüberlegt einzukaufen. Erstellen Sie sich daher zuhause eine Einkaufsliste, damit Sie Ihre Lebensmittel gezielt besorgen können. Bevorzugen Sie frische Lebensmittel

 

Inhalt

 

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Tipps zur Ernährungsoptimierung bei einer Tumorerkrankung

 

Berücksichtigung von persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten 

Bei Krebspatienten ist es sehr wichtig, einen Mangel an bestimmten Nahrungsbestandteilen und somit einen ungewollten Gewichtsverlust zu vermeiden. Damit das Immunsystem gut funktioniert, ist eine Kost mit vielen Mikronährstoffen wichtig. Eine optimierte Ernährung bei einer Krebserkrankung sollte Ihre persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten berücksichtigen. Dabei benötigen Sie Zeit und Geduld. Eine Ernährungsumstellung von Heute auf Morgen ist oftmals zum Scheitern verurteilt. Sie sollten Ihre Essensgewohnheiten selbst reflektieren und überlegen, wo dort die Schwachstellen liegen. 

Ernährungstipps bei Krebs. Ernährungsoptimierung bei Brustkrebs

Überlegen Sie sich, was sie ändern können oder lassen Sie sich dazu von einen Ernährungsberater beraten, um Ihre Ernährung während Ihrer Krebstherapie zu optimieren. Sie müssen selbst herausfinden, für welche Anpassungen Sie bereit sind und wie Sie diese in Ihren Alltag integrieren können. Ausgewogenes gesundes Essen, das Ihnen schmeckt, steht in keinerlei Widerspruch zu einer optimierten Ernährung bei Krebs.

Ausgewogene Ernährung ist sinnvoll bei einer Tumorerkrankung

Nicht außer Acht zu lassen ist der Genussfaktor für krebskranke Menschen. In Anbetracht diverser Nebenwirkungen einer Krebstherapie, wie Übelkeit und Erbrechen ist es umso wichtiger, dass auf Genuss und Geschmack Wert gelegt wird. Dennoch sollte auf nahharfte Nahrung geachtet werden, welche nicht ausschließlich aus Pudding, Kuchen und Junkfood besteht. Hierbei wird riskiert, nicht ausreichend Nährstoffe aufzunehmen.

 

Ausgewogene Lebensmittelauswahl bei Krebs -  Die richtige Ernährung bei Krebs. Ernährungsberater suchen

 

Empfehlenswerte Ernährung bei Krebs

Eine gesunde und schmackhafte Kost ist bei einer Krebserkrankung und zur Vorbeugung von Krebs zu empfehlen. Dabei ist es wichtig, einige Grundsätze zu beachten, jedoch ist es nicht notwendig, eine sehr strenge Krebsdiät zu machen. Wichtig ist es, dass Ihre Ernährung bei Krebs zum einen Ihre Wünsche und Vorlieben (falls möglich) berücksichtigt und individuell auf Ihre derzeitige gesundheitliche Situation abgestimmt ist. Die Ernährung dient dazu, dem Körper alle wichtigen Nährstoffe und Kalorien (Energie) zu geben, um ihn bei dem Abwehrkampf gegen den Krebs zu unterstützen.

Die moderne „westliche“ Ernährung mit viel Fett, Zucker, übermäßigen Salzverzehr, Fastfood-Produkten (Döner, Pizza, Bratwurst, Hamburger, Fetten Backwaren, Pommes etc.) Alkohol und Energie sowie wenigen pflanzlichen Lebensmitteln begünstigt das Auftreten vieler Krebserkrankungen sowie zahlreicher anderer Erkrankungen. Daher ist bei den Krebspatienten meistens eine Umstellung der Ernährung notwendig. Hingegen ist der Ballaststoffverzehr bei vielen Menschen zu niedrig, da sie zu wenig Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen. Derzeit ist es nicht bewiesen, dass bestimmte Lebensmittel gegen Krebs wirken oder eine Tumorreduktion bewirken.

Eine empfehlenswerte Ernährung für Krebspatienten sieht sehr variabel aus. Sie zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Essen Sie möglichst viele pflanzliche Lebensmittel (Obst, Gemüse), am besten häufiger am Tag (fünf am Tag).
  • Essen Sie vielseitig, ausreichend Getreideprodukte und Kartoffeln.
  • Essen Sie Vollkornprodukte, Vollkornreis und Vollkornnudeln anstatt Weißbrot etc. Dadurch erhalten Sie eine gute Versorgung mit Ballaststoffen.
  • Essen Sie regelmäßig Fisch: ein- bis zweimal pro Woche, davon wenigstens einmal fettreiche Sorten wie Lachs, Hering oder Makrele. Fische liefern günstige Fette und Eiweiß.
  • Schränken Sie den Verzehr von Fleisch ein (vor allem Fleischprodukte wie Wurstwaren). Geflügel ist generell günstiger als rotes Fleisch von Rind, Schwein und Lamm. Bedachtsamer Fleischverzehr trägt zur ausreichenden Eiweiß- und Nährstoffversorgung bei.
  • Falls Sie nicht an einer Mangelernährung leiden, bevorzugen Sie fettärmere Speisen und Lebensmittel. Verzichten Sie soweit es geht auf Schokolade und andere Süßwaren, diese bestehen hauptsächlich aus Fett und Zucker.
  • Vermeiden Sie fett- und zuckerreiche oder salzreiche Zubereitungsformen. Bevorzugen Sie pflanzliche Fette wie z. B. Rapsöl, Olivenöl, Leinöl.
  • Trinken Sie ausreichend, verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke. Viele Fruchtsäfte enthalten überwiegend Fruchtaromen und Zucker, verzichten Sie auch auf diese.
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Ein gelegentliches Gläschen dürfen Sie aber genießen.
  • Um wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten, bereiten Sie Ihr Essen schonend zu.
  • Nehmen Sie nur bei tatsächlichen Defiziten oder bei einer Mangelernährung Nahrungsergänzungsmittel ein. Sprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt ab.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Gewicht. Bei Untergewicht ist eine Gewichtszunahme anzustreben. Bei Übergewicht kann u. U. eine Gewichtsabnahme in Betracht gezogen werden.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Mehr dazu finden Sie im Bereich Trainings- und Bewegungstherapeut.
  • Falls Sie Probleme bei der Ernährungsumstellung haben, wenden Sie sich frühzeitig an einen Ernährungsberater. Viele Berater bieten online und telefonische Beratungsgespräche an.

 

Weißes Fleisch bei Krebs -  Eiweiße -  Fette - Kohlenhydrate

 

Wirkung einzelnen Lebensmittel auf den Verdauungsprozess

 

Obst:

Eingeweichtes Trockenobst (außer Rosinen); Pflaumen

Gemüse:

Frisches, rohes Gemüse (Zwiebeln, Kohlsorten, Bohnen, Spinat, Hülsenfrüchte, Sauerkraut)

Getreide:

Vollkornbrot; Mais (gekochte Körner oder als Grieß); eingeweichtes Getreideschrot (grob zerkleinerte Körner); gekochte Getreidekörner; Weizenkleie

Milchprodukte:

(Butter-)Milch; Milchzucker (Milch und Frischkäse enthalten mehr Milchzucker als Sauermilch und gereifter Käse); Joghurt

Getränke:

Alkohol- u. koffeinhaltige Getränke, z. B. Bier o. Kaffee; Sauerkrautsaft.

Sonstiges:

Zuckeraustauschstoffe; scharf gebratene und gewürzte Speisen; scharfe Gewürze wie Chili, schwarzer Pfeffer, Paprika

Obst:

Bananen; geriebene Äpfel und Möhren; Rosinen (ungeschwefelt); Heidelbeeren

Gemüse:

Sellerie; gekochte Möhren

Getreide:

Weißbrot (alt); Trockengebäck; Knäckebrot; Zwieback; (Schmelz-)Haferflocken;

Geschälter Reis; Teigwaren; gekochte Kartoffeln

Milchprodukte:

Gekochte Milch; trockener Käse; Hartkäse

Getränke:

Schwarztee (mindestens 4 Minuten gezogen); Rotwein; Rote-Bete-Saft; gekochter Kakao; Heidelbeersaft

Sonstiges:

Kokosflocken; geriebene Nüsse; Schokolade; Kakaopulver

 

 

Aus welchen Bestandteilen setzt sich unsere Nahrung zusammen?

Unsere Lebensmittel und Nahrung besteht aus Makro- und Mikronährstoffen. Unser Körper braucht zu seiner Versorgung große Mengen an Makronährstoffen, d.h. Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Der Körper wandelt diese Nährstoffe direkt in Energie umwandelt, sie werden also verbraucht. Daher werden Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße auch als Energielieferanten bezeichnet. Bei Mikronährstoffen handelt es sich dagegen Vitamine und Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente), die der Körper nur in sehr geringe Mengen braucht.

Das Zusammenspiel von Makro- und Mikronährstoffen sorgt dafür, sofern der Körper ausreichend Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Wasser, Vitamine und Spurenelemente aufnimmt, dass die Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen.

 

Kohlenhydrate können in verschiedenen Formen aufgenommen werden:

Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle, denn sie liefern pro Gramm 4,1 Kilokalorien (kcal). Man unterscheidet zwischen drei Gruppen von Kohlenhydraten, den Einfachzuckern, Zweifachzuckern und Mehrfachzuckern.

  • Einfachzucker (= Monosaccharid: z.B. Traubenzucker [= Glucose] oder Fruchtzucker [= Fructose]),
  • Zweifachzucker (= Disaccharid: z.B. Haushaltszucker, bestehend aus je einem Molekül Fructose und Glucose),
  • Mehrfachzucker (= Oligosaccharid: z.B. Maltodextrin) bis hin zu
  • Vielfachzuckern (= Polysaccharid: z.B. Stärke in Nudeln, Brot oder Kartoffeln).

Kohlenhydrate sind relevant für:

  • Das Gehirn zieht die erforderliche Energie aus Kohlenhydraten
  • Kohlenhydrate fungieren als direkte Energiequelle für Muskeln beim Sport
  • Kohlenhydrate sind erforderlich für die Verbrennung von Fett

Kohlenhydrate werden in Leber und Muskeln gespeichert, die Leber versorgt das Gehirn permanent mit Kohlenhydraten

Reichen die Kohlenhydrate nicht mehr aus, kommt es zu einer Absenkung des Blutzuckerspiegels, was sich als Hungergefühl zeigt.

Ein Hungerast (Hypoglycämie) beschreibt die gänzliche Leerung der Kohlenhydratspeicher unter körperlicher Aktivität.

Neben der Herabsetzung der körperlichen Leistungsfähigkeit kann es durch Hypoglycämie zu Konzentrationsmangel, Schwindel, Unwohlsein und Motivationsverlust kommen. Sportler sollten dies unbedingt vermeiden, da das Sturz- und Verletzungsrisiko deutlich erhöht ist.

Wenn auch durchaus verbreitet, sollte Sport auf leeren Magen vermieden werden, da

  • Das Verletzungsrisiko ansteigt
  • Die Fettverbrennung ohne ausreichen Kohlenhydrate nicht erfolgen kann
  • Die Leistungsfähigkeit setzt die Belastung herunter, wodurch aus sportwissenschaftlicher Sicht nicht ausreichend Reize aktiviert werden, um das Training effektiv zu machen.
  • Training in einem Energiedefizit kann Überlastungszustände herbeiführen

Die unterschiedlichen Formen von Kohlenhydraten werden ebenso unterschiedlich vom Körper verwertet. Weil lange Kohlenhydrate erst in Einfachzucker aufgespalten werden müssen, werden diese langsamer aufgenommen. Je länger, desto langsamer die Aufspaltung.

Während der Aufnahme der meisten Kohlenhydrate, z. B. Glucose, nicht jedoch Fructose, schüttet der Körper Insulin aus. Dieses lässt die Kohlenhydrate in die Zellblutbahnen gelangen, wodurch der erhöhte Blutzuckerspiegel normalisiert wird. Bei besonders kurzkettigen Kohlenhydraten wie Glucose kann der Insulinausschuss aufgrund der schnellen Aufspaltung so stark sein, dass ein starkes Absinken des Blutzuckerspiegels resultiert und somit schnell ein Gefühl von Hunger auftritt.

Kohlenhydrate lassen sich hinsichtlich ihres gylcämischen Indexes (GI) einteilen. Dieser gibt an, wie schnell die Kohlenhydrate in das Blut gehen, je höher, desto schneller. Während z. B. Glucose einen Wert von 100 hat, haben Bananen einen mittleren GI mit 55, gekochte Nudeln hingegen haben einen eher niedrigen mit GI = 41. Jedoch ist der GI ebenfalls abhängig von den zeitgleich aufgenommenen Nahrungsmitteln.

Außerdem muss beachtet werden, welche Menge von dem jeweiligen Lebensmittel zu sich genommen wird. Hierbei spricht man von der glycämischen Last, diese berücksichtigt den GI sowie die Menge.

Für Sportler sind Kohlenhydrate sowohl im Belastungs- als auch im Ruhemodus notwendig. Kohlenhydrate, die während der Ruhephasen aufgenommen werden, werden in den Ruheumsatz z. B. der Muskeln und des Gehirns geliefert und decken somit den akuten Energiebedarf. Durch zusätzlich aufgenommene Kohlenhydrate kommt es vor allem bei Ausdauersportlern zu einer Speicherung in der Leber und in den Muskeln als Glycogen, was vor allem bei aufgrund der Anpassung des Enzymsystems erfolgt. Ist dieses Speichersystem voll, kommt es zu einer Umwandlung der übrigen Kohlenhydrate in Fett.

 

Ballaststoffe kommen primär aus pflanzlichen Nahrungsmitteln und kommen in Form von Kohlenhydraten wie Cellulose vor. Diese kann der Mensch nicht verdauen und beschleunigen somit das Transportieren der aufgenommenen Nahrung im Magen und Darm.

Auch Ballaststoffe können durch eine ausgewogene Ernährung in erforderter Menge zugeführt werden. Bestehen Empfindlichkeiten, sollte insbesondere vor sportlicher Belastung auf ballaststoffarme Ernährung geachtet werden, um ggf. Durchfall zu vermeiden.

Empfohlen wird, 30 g Ballaststoffe täglich zu verzehren. Achten Sie deshalb darauf, dass ballaststoffreiche Lebensmittel täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. Zu diesen gehören:

  • Vollkornnudeln
  • Kartoffeln
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornbrot
  • Naturreis
  • Hülsenfrüchte
  • Salate

Eiweiße, sogenannte Proteine, sind Aminosäuren und treten in z. B. Fleisch, Fisch und Getreide auf. Dabei sind menschliche und tierische Eiweiße aus ca. zwanzig Aminosäuren aufgebaut.

Einzelne Aminosäuren übernehmen spezifische Funktionen im Körper. So dienen z. B. verzweigtkettige Aminosäuren (branched chain amino acids = BCAAs) der Unterstützung bei der Gluconeogenese (Glycogenaufbau) oder des Gewebeaufbaus.

Männer und Frauen, haben einen täglichen Proteinbedarf von 0,8 bis 1,0 Gramm pro Kg Körpergewicht bzw. zehn bis 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs pro Tag. Normalerweise ist der Proteinbedarf durch eine ausgewogene Ernährung hinreichend gedeckt und eine zusätzliche Proteinaufnahme hat keine positiven Effekte. Krebspatienten haben jedoch einen höheren Proteinbedarf, sodass sie in der Regel fast das doppelte an Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich genommen werden sollte. Die Ernährung sollte bei einer Krebserkrankung daher entsprechend angepasst werden.

Dabei liefert ein Gramm Protein so viel Energie wie ein Gramm Kohlenhydrate (4,1 kcal). Erstere werden jedoch weder im Training noch im Alltag zur Energiegewinnung eingesetzt, sondern haben erfüllen die Aufgabe, Enzyme, Hormone und Immunstoffe zu bilden. Diese sind relevante Bausteine der Muskulatur, dienen dem Aufbau und der Regeneration dieser. Außerdem finden sich Proteine in Knochen, Bändern und Sehnen. Ein Eiweißmangel führt zu einer verringerten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit und zu einem Rückgang der Muskelmasse. Außerdem bewirkt er eine verminderte Enzymaktivität und zieht eine geschwächte Immunabwehr nach sich.

Sind die Kohlenhydratspeicher aufgebraucht, steigt der Körper auf die Energie aus Proteinen um. Diese werden dann ebenfalls in Kohlenhydrate umgewandelt und dienen dem Gehirn sowie der Fettverbrennung. Die Proteinumwandlung in Kohlenhydrate ist deutlich langsamer und kann deshalb für effektives Sporttraining nicht genutzt werden.

Im Abnehmprozess haben Proteine den Vorteil, dass auf 100 Gramm Proteine bereits 50 Prozent als Wärme verloren, weshalb nur 50 Gramm Kohlenhydrate übrigbleiben. Außerdem liefern Proteine ein anhaltendes Sättigungsgefühl.

 

Fett ist für viele Stoffwechselvorgängen wichtig. Fettsäuren machen den Großteil von Fetten und Lösen aus und können in ungesättigter und in gesättigter Form auftreten. Essenzielle Fettsäuren, also ungesättigte, können nur zum Teil vom Körper produziert werden und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden, grundsätzlich würde die Aufnahme dieser Fettsäuren ausreichen. Weil ungesättigte Fettsäuren natürlich nicht in Reinform auftreten, liegt der absolute Bedarf an Fetten höher. So sollte bspw. ein Krebspatient ein bis eineinhalb Gramm Fett pro Kilogramm Körpergewicht täglich zu sich nehmen. Wird dies umgerechnet, macht dies ca. 30 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus. Dieser Bedarf kann nochmals gedrittelt werden in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

  • gesättigte Fettsäuren sind in Butter, Käse, Sahne, Fleisch- und Wurstwaren enthalten
  • Oliven-, Raps- und Erdnussöl sowie Avocados liefern einfach ungesättigte Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen in fettreichen Fischen, Distel-, Sonnenblumen-, Kürbiskern-, Walnuss- und Margarine und Nüssen vor. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen außerdem auch Omega-3- Fettsäuren in Fischen und grünem Blattgemüse und Omega-6- Fettsäuren in spezifischen Ölen.

Weil Fett ca. doppelt so viel Energie pro Gramm enthält wie Kohlenhydrate oder Proteine, sollte zum Abnehmen auf die aufgenommene Fettmenge geachtet und diese bei Bedarf reduziert werden.

In den Zellen dienen Mitochondrien der Verstoffwechselung der Fette. Hierfür müssen die Fettsäuren zunächst mithilfe der Substanz Carnithin in die Mitochondrien transportiert werden. Diese Substanz stellt der Körper selbst her, kommt aber auch in Fleisch vor. Jedoch kann noch nicht nachgewiesen werden, dass die zusätzliche Aufnahme von Carnithin eine leistungssteigernde oder regenerationsfördernde Wirkung hat.

 

Anders als Makronährstoffe benötigt der Körper Vitamine und Mineralstoffe nur in sehr geringen Mengen. Dennoch sind sie für den Körper außerordentlich wichtig. Manche Mikronährstoffe wirken antioxidativ oder machen freie Radikale unschädlich. Freie Radikale sind hochreaktive Verbindungen, die die Zellwände und die Erbsubstanz schädigen können.

Eine ausgewogene, auf Sie abgestimmte Ernährung, bei der Hülsenfrüchte , Obst und Gemüse, Nüsse, Samen und Vollkornerzeugnissen auf dem Speiseplan stehen, versorgt den Körper in ausreichendem Maß mit Mikronährstoffen.

Als lebensnotwendige Substanzen müssen Vitamine regelmäßig aufgenommen werden. Hierbei lassen sich fettlösliche (A, D, K, E) von wasserlöslichen (alle anderen, z. B. Vitamin C) Vitaminen unterscheiden.

Grundsätzlich ist bei ausgewogener Ernährung eine ausreichende Vitaminaufnahme gesichert. Die fettlöslichen Vitamine können vom Körper gespeichert werden, während wasserlösliche Vitamine regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Dabei stellt der Vitaminspeicher B1 den kleinsten dar, selbst dieser reicht für ca. zehn Tage. Grundsätzlich dient der Zusatz von Vitamin C in Sportprodukten der Haltbarkeit dieser, da Vitamin C eine antioxidative Wirkung hat.

Um die Mikronährstoffe zu erhalten, sollten Sie bei der Lagerung und der Zubereitung von Lebensmitteln auf die Beschreibungen auf der Verpackung achten, da die in ihnen enthaltenen Vitamine hitze-, licht- und oxidationsempfindlich sein können und bei falscher Lagerung oder Zubereitung verloren gehen.

Es kommen zwei Formen von Mineralien vor. Die sogenannten Mengenelemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor und die Spurenelemente, zu denen Eisen, Fluor, Zink, Selen, Kupfer, Mangan und Chrom gehören. Für den Körper sind Mengenelemente in höherer Menge erforderlich als Spurenelemente. Mineralstoffe und Spurenelemente braucht der Körper zum Aufbau und um sein Gleichgewicht aufrechterhalten zu können, so z.B. um den Elektrolythaushalt zu regulieren.

Grundsätzlich kann bei normaler und ausgewogener Ernährung davon ausgegangen werden, ähnlich den Vitaminen, dass Mineralien und Spurenelemente durch das Essen in ausreichender Menge aufgenommen werden.  Während einer Krebserkrankung oder einer körperlichen Belastungen kann es jedoch dazu kommen, dass Sie eine erhöhte Menge davon benötigen. Dies kann einerseits durch eine gezielte Lebensmittelauswahl ausgeglichen werden, so kann z.B. ein höherer Bedarf an Magnesium und  Zink durch den Verzehr vollwertiger Getreideprodukte gedeckt werden. Andererseits kann dies auch durch die Einnahme von Mineralstoffpräparaten erfolgen.

Krebspatienten benötigen vor allem während der Krebstherapie, eine erhöhte Menge an Mengen- und Spurenelemente. Falls Sie die benötigte zusätzliche Menge an Mengen- und Spurenelemente mittels  ergänzenden Nahrungsergänzungmittel zu sich nehmen wollen, sollten Sie jedoch während einer Krebserkrankung und der damit verbundenen Therapie, mit dem zuständigen Arzt die Einnahme besprechen.

Bei sekundären Pflanzenstoffen gibt es ca. 100.000 Substanzen, die eine hohe biologische Aktivität aufweisen und von Pflanzen gebildet werden. Sekundäre Pflanzenstoffe treten in Pflanzen als verschiedenste Stoffe und Regulatoren auf und haben. So wird auch vermutet, dass einige sekundäre Pflanzenstoffe das Wachstum von Zellen hemmen können, welche durch eine krebserregende Substanz geschädigt wurden.

Der Körper kann Flüssigkeit bzw. Wasser durch Essen und Trinken aufnehmen und speichern. So speichert der Körper mit jedem Gramm Kohlenhydrat in Form von Gylcogen auch 2,7 Gramm Wasser in Leber und Muskel. Dieses Wasser ist für den Körper bei Belastung als Kühlwasser verfügbar. Als Hinweis , ob Sie genügend Wasser im Körper haben, dient der Urin, der grundsätzlich möglichst hell sein sollte. Folglich ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust in angemessener Menge auszugleichen, jedoch kann zu viel Wasseraufnahme zu einem „Wasserbauch“ und Durchfall führen.

 

 

Mittelmeerkost

Die klassische Mittelmeerkost hat nach derzeitigem Kenntnisstand eine gewisse vor Krebs schützende Wirkung und ist zudem für Krebspatienten gut geeignet. Hauptbestandteile der Mittelmeerkost sind Gemüse, Obst und relativ wenig Fleisch. Olivenöl ist dabei das Speiseöl, welches am häufigsten verwendet wird. Die klassische Mittelmeerkost ist heute kaum noch zu finden. In den Mittelmeerländern gleicht sich die Ernährung immer stärker der westlichen Kost an. Achten Sie daher auf eine gesunde Lebensmittelauswahl.

 

Mittelmeerkost bei Krebs - Produkte und Zubereitung während der Krebstherapie

 

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